Jakes Gedanken wurden von dem schrillen „NEIN! NICHT!“ unterbrochen, das Claire nun ausstieß. Und damit war ihm endgültig klar, dass er nur mit Worten nicht weiterkommen würde. Sein Griff wurde härter, fordernder. Und Claire versuchte verzweifelt, weiter von ihm wegzurücken. Was Jake aber zu verhindern wusste!
„Hiergeblieben! Jetzt fängt der Spaß doch erst an. Zumindest für mich!“
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Der Autor dieser Geschichte hat die Regeln für das Veröffentlichen von Geschichten gelesen und akzeptiert. Der Autor garantiert, dass die folgende Geschichte keine der in der Sektion „Verbotene Inhalte“ aufgeführten Themen enthält.
Die folgende Geschichte ist ein fiktives Werk und dient ausschließlich der Unterhaltung. Sie schildert nicht einvernehmliche sexuelle Handlungen zwischen Erwachsenen. Sie ist in keiner Weise als Befürwortung nicht einvernehmlicher sexueller Handlungen im echten Leben zu verstehen. Ähnlichkeiten zwischen den Figuren der Geschichte und realen Personen sind rein zufällig.
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Inhaltsverzeichnis:
- Kapitel 1 - Die Postkutsche
- Kapitel 2 - Der Gefangene
- Kapitel 3 - Die drei Reiter
- Kapitel 4 - Pferdewechsel
- Kapitel 5 - Die erste Begegnung
- Kapitel 6 - Ein anderer Weg
- Kapitel 7 - Die Panne
- Kapitel 8 - Die unfreiwillige Panne
- Kapitel 9 - Die drei Reiter
- Kapitel 10 - Im Verborgenen
- Kapitel 11 - Unfreiwilliger Aufenthalt in der Nacht
- Kapitel 12 - Die Nacht beginnt
- Kapitel 13 - gefesselt
- Kapitel 14 - Erste Annäherungsversuche
- Kapitel 15 - Erste Spannungen
- Kapitel 16 - Ein Feuer erlischt
- Kapitel 17 -Die Farm
- Kapitel 18 -Silas
- Kapitel 19 - Gegenwehr
- Kapitel 20 - Ratlosigkeit
- Kapitel 21 - Spaziergang
- Kapitel 22 - Miriam
- Kapitel 23 - Die Angst setzt ein
- Kapitel 24 - Der Spaß beginnt
- Kapitel 25 - Eine Türe öffnet sich
- Kapitel 26- Die Entjungerung
- Kapitel 27- Der Derringer
- Kapitel 28- Am Ziel?
- Kapitel 29- Geschändet
- Kapitel 30- Erkundung
- Kapitel 31- Im Arsch
- Kapitel 32- Eigenleben
- Kapitel 33- Caleb
- Kapitel 34- Der letzte Schuss
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Die Postkutsche
Autor: Blue
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Zur Abwechslung habe ich mich mal mit einem Metier beschäftigt, das man selten findet. Ich habe die Handlung in die Zeit versetzt, als der "Wilde Westen" wirklich noch wild war.
Ich hoffe, dies gefällt euch.
Achtung: die Geschichte ist in sehr viele Kapitel eingeteilt, die aber zügig nacheinander gepostet werden, da die Geschichte bereits fertiggeschrieben ist.
Spoiler: Das letzte Kapitel bietet eine Überraschung...
Eine englische Übersetzung ist in Arbeit und wird gesondert gepostet werden.
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Die Postkutsche
Die Postkutsche
Kapitel 1 – Die Postkutsche
Arizona Territory. Ein Tag wie jeder andere andere im Mai des Jahres 1881. Oder doch nicht?
Die Sonne stand noch relativ tief am Morgenhimmel. Dennoch konnte man bereits erahnen, dass es auch heute wieder ein heißer Frühlingstag werden würde
Eine breite Staubwolke hing über der Main Street von Wickenburg, als die Postkutsche der Gilmer, Salisbury & Co. vor dem dortigen Stationsgebäude zum Stehen kam. Die vier Pferde schnaubten und stampften ungeduldig, während Elias vom Bock sprang.
Der alte Kutscher war ein Mann von etwa sechzig Jahren, mit wettergegerbtem Gesicht und einem kurzen grauen Bart. Unter seinem breitkrempigen Hut lagen wache, graue Augen. Er hatte viele Jahre auf Straßen wie dieser verbracht und wusste als erfahrener Stage Driver, dass eine Reise durch das Arizona Territory selten genauso verlief, wie man sie geplant hatte.
Elias zog seine Taschenuhr aus der Weste und öffnete sie. „7.10 Uhr. Wir sind ausnahmsweise einmal fast pünktlich!“ murmelte er brummig vor sich hin, bevor er laut in Richtung Stationsgebäude rief: „Alle einsteigen. Wir haben noch ein gutes Stück vor uns.“ Dann griff er in die neben ihm auf dem Kutschbock liegende Ledertasche, holte seinen mit Whiskey gefüllten Flachmann hervor und trank einen ordentlichen Schluck zum Aufwärmen. Er war schon einige Stunden unterwegs und hielt einen Schluck Whiskey für eine durchaus angemessene Art, den Morgen zu beginnen. Kaffee würde er erst später beim dann erforderlichen Wechsel der Pferde trinken. An der hierfür vorgesehen Wechselstation konnte er dann auch seinen Hunger stillen und den Flachmann wieder auffüllen.

U.S. Deputy Marshal Samuel Carter kam als Erster aus dem Stationsgebäude. Mit seinen 40 Jahren hatte er in diesem gefährlichen Beruf ein bereits beträchtliches Alter erreicht.
Carter trug seine Revolver sichtbar am Gürtel und bewegte sich mit der ruhigen Selbstverständlichkeit eines Mannes, der gewohnt war, dass andere auf seine Anweisungen hörten. Über seiner rechten Schulter hing ein offenbar schwerer Reisesack, den er mit Schwung in das Kofferabteil der Kutsche warf.

Bevor sich die Schwingtüre des Stationsgebäudes hinter ihm schließen konnte, erschien Jake McCoy.
Er trug weder Ketten noch Gefängniskleidung. Auf den ersten Blick hätte man ihn für einen gewöhnlichen jungen Reisenden halten können: dunkle, vom Reiten abgewetzte Cordhose, helles Hemd, schwarze Weste und abgetragene Stiefel. Nur die stählernen Handschellen an seinen Handgelenken verrieten, dass er nicht freiwillig unterwegs war.
Jake war fünfundzwanzig. Und er lächelte.

„Nach Ihnen“, sagte Carter trocken.
Jake stieg in die Kutsche. Im Inneren saßen bereits zwei Frauen, die an einer früheren Station zugestiegen sein mussten.
Die ältere von ihnen mochte Anfang 40 sein. Ihr Kleid war von guter Qualität, ohne übertrieben vornehm zu wirken, und ihr Auftreten verriet eine gewisse gesellschaftliche Stellung. Sie hatte dunkles Haar, das sorgfältig hochgesteckt war, und trug nur wenig Schmuck.

Neben ihr saß eine junge Frau. Offenbar ihre Tochter, wenn man die Gesichter der beiden miteinander verglich. Sie trug ein hellblau-graues, fein gemustertes Reisekleid und hielt ein Buch auf dem Schoß. Sie hatte es offenbar während der Wartezeit gelesen und legte nun einen Finger zwischen die Seiten, um die Stelle nicht zu verlieren.

Jake setzte sich auf den Fensterplatz direkt gegenüber dieser jungen Frau. Diese sah kurz zu ihm auf. Dann senkte sie den Blick wieder auf ihr Buch.
Carter setzte sich direkt neben Jake.
„Wir haben noch ungefähr 12 Stunden vor uns“, sagte der Marschall. „Es wird eine lange Reise werden. Aber wenn du dich benimmst, wird die Reise für alle angenehmer.“
Jake hob seine gefesselten Hände ein wenig. „Ich habe ja wohl kaum eine andere Wahl.“
Carter warf ihm einen bösen Blick zu, antwortete aber nicht auf die offensichtliche Stichelei des jungen Mannes.
Elias kletterte wieder auf den Bock, löste die Bremsen, nahm die Zügel in die Hand und gab den Pferden ein kurzes Kommando. Wenige Augenblicke später setzte sich die Kutsche ruckelnd in Bewegung. Und die Station blieb hinter den Fahrgästen zurück.
Die Straße führte hinaus in eine weite, trockene Landschaft. Staub lag auf den Sträuchern, und in der Ferne zeichneten sich niedrige Hügel gegen den blassen Himmel ab.
Im Inneren der Kutsche herrschte zunächst Schweigen. Niemand hatte es bislang für nötig gehalten, sich vorzustellen.
Jake lehnte sich zurück. Er sah aus dem Fenster. Dann wanderte sein Blick zu der jungen Frau, die wieder in ihrem Buch las.
„Wie heißt du?“, fragte Jake sein weibliches Gegenüber.
Diese sah nur kurz auf. „Claire…“ lautete ihre knappe Antwort. Offensichtlich war sie nicht an einer Unterhaltung interessiert. Und dass sie direkt mit „Du“ angesprochen wurde, missfiel ihr sichtlich!
„Ich bin Jake!“ Eine kurze Pause folgte.
„Was liest du da?“ bohrte Jake nach.
„Ein Buch.“
Jake grinste. „Das sehe ich.“
Claires Mutter warf ihm einen kurzen, aber durchdringenden Blick zu.
„Lassen Sie meine Tochter in Ruhe.“
Jake sah der Frau ins Gesicht. Und begann frech zu grinsen:
„Ich habe doch nur höflich gefragt, Madam.“ antwortete er.
Der Marshal verfolgte die Szene aufmerksam. „Jake!“
„Schon gut.“ Jake lehnte sich zurück.
„Entschuldigen Sie bitte das Verhalten des jungen Mannes. Er hat offenbar noch keine Manieren gelernt!“ Und mit einem vielsagenden Blick auf dessen Handschellen fuhr er fort: „Und er wird wohl auch kaum noch Gelegenheit dazu haben. Ich bin übrigens Deputy U.S. Marshal Samuel Carter. Und soll dafür sorgen, dass wir wohlbehalten in Prescott ankommen.“
Die ihm gegenübersitzende ältere Frau lächelte dem Marshal freundlich zu, ohne Jake weiter zu beachten: „Ich bin Miriam Peacemaker. Ich weiß, der Name klingt merkwürdig, aber mein erst kürzlich verstorbener Mann war Büchsenmacher und Waffenhändler. Und alle nannten ihn nur „Peacemaker“. Irgendwann war es für die Leute dann selbstverständlich, dass auch ich diesen Nachnamen bekam.“
Der Marshal konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen. Immerhin schien die Mutter etwas gesprächiger zu sein als ihre Tochter. Was sich im weiteren Verlauf der langen Reise vielleicht als Vorteil erweisen könnte.
Elias ließ die Pferde in ruhigem Tempo laufen. Einige Minuten später begann die Kutsche gleichmäßiger zu rollen und das eintönige Rumpeln der Räder wirkte fast einschläfernd auf die Fahrgäste.
Niemand ahnte zu diesem Zeitpunkt, dass drei Reiter bereits irgendwo hinter ihnen unterwegs waren.
Drei Männer, die seit Jahren gemeinsam durch das Land zogen.
Und einer von ihnen hatte auffallend hellblaue Augen.




